Montag, 18. Mai 2015

Die Meteor im tropischen Atlantik


Es ist heiß hier, wir haben zwischen 25 und 30 Grad Celsius und man kann nicht einfach ins Meer springen, das würde ein „Mann über Bord Manöver“ auslösen. Die Meteor hat zwar eine Sauna, aber ein Pool ist nicht vorgesehen. Fahrtleiter Martin hat auch hier an alles gedacht und siehe da, ein herrliches Wellenbad auf dem Achterdeck sorgt für gelegentliche Erfrischung.





























Wenn man hier länger an Deck steht, setzt man Salzkruste an, alles ist mit einer feinen Salzschicht überzogen, man kann es direkt von den Oberflächen kratzen.

Schöne Grüße an die Stratosphäre
Gestern konnte ich beim Radiosondenaufstieg zusehen. Regelmäßig lässt hier Wettertechniker Christian einen Wetterballon starten, der dann bis zu 22 Km Höhe aufsteigt und meteorologische Daten sammelt, die hier an Bord empfangen werden können. Der Ballon wird aufgeblasen, etwas größer als man ihn mit beiden Armen umfassen kann, und dann über eine Klappe freigelassen. Je weiter er nach oben kommt, desto mehr dehnt er sich dann noch aus.

Schöne Grüße von Argo
 Hier seht ihr mich und Martin, den Fahrtleiter, mit einem Argo Float, dem selbständig messenden Tauchzylinder, der immer wieder an die Oberfläche kommt und seine Daten nach Hause schickt. Man wirft ihn einfach ins Meer und wünscht Gute Reise.






































Vokabeltest: Wann ist Seemannssonntag?





Sonntag, 17. Mai 2015

Flaschenpost


















Gerade habe ich am Salinometer gesessen und einige Wasserproben durchgemessen, da ereilt mich eine Flaschenpost aus Nürnberg mit der Nachricht, dass meine übermalte Salzgehaltskarte für einen Literaturkalender 2016 in den Druck geht. Na so etwas, passt ja thematisch – zwischen Wissenschaft und Kunst.


Freitag, 15. Mai 2015

Auf Station
















Nicht nur Ärzte und Patienten sind auf Station, auch Forschungsschiffe: Ein schon vor längerer Zeit ausgearbeiteter Fahrtplan gibt vor, wo die Meteor an einer bestimmten Position anhält, um die Messgeräte bzw. das CTD ins Wasser zu lassen. Wir fahren so eine ganze Perlenkette von Stationen ab. Auch Nord/Südschnitte sind dabei. Ist eben doch eine Kreuzfahrt – ha,ha. Ist eine Position erreicht, dann heißt es „wir sind auf Station“.


Mein Arbeitsplatz:














So sieht es im CTD Labor aus, Svenja und ich haben zusammen Wache und achten darauf, dass alles läuft. Man sitzt vor dem Computer und kommuniziert über Funk mit dem Matrosen an der Winde wie tief die CTD - Rosette ins Wasser herabgelassen werden soll. „Winde von Labor – abfieren mit 1m/s !“ Da geht es schon mal auf 5600 Meter herunter und entsprechend viel Drahtseil liegt hier auf der Winde. 
















Das Computerprogramm speichert die Messdaten der Sensoren und zeichnet zeitgleich die Messwerte in einen Graphen, das sind die Profile. Mit einem Klick am Computer werden beim Hieven in bestimmten Tiefen die Wasserschöpfer ausgelöst bzw geschlossen. So werden aus verschiedenen Tiefen Wasserproben genommen. Matrose Hans mag besonders die nächtlichen Stationen, da dann die Tintenfische vom Licht angezogen werden und an der Oberfläche herumfingern. Die Angel griffbereit und zack, schon hat er einen am Haken, da hilft auch kein entrüsteter Salzwasserschuss des Tintenfischs.














Hier noch einmal eine CTD Rosette, voll wiegt sie ca 600 kg, daher trage ich auch schicke Stahlkappenschuhe und Helm, wenn die Rosette an Deck kommt.














Wenn für die CTD Wache die Arbeit fast beendet ist, kommen die einzelnen Wissenschaftlergruppen und zapfen sich ihr Wasser für die Sauerstoff-, Kohlenstoff-, Stickstoff-,Nährstoff- und Traceruntersuchung. Glasflaschen und große Glasspritzen, Reagenzgläser und Flensburger Pilsflaschen – jeder hat seine eigene Methode im Schütteln, Spülen und Zapfen, dabei konzentrierte Gesichter. Es fehlt nur noch James Bond an Schöpfer 007  „geschüttelt, nicht gerührt“. Und ewig grüßt das Murmeltier, bei jeder Station die gleiche Prozedur.














Hier gibt es übrigens fliegende Fische, sie springen einzeln oder schwarmweise aus den Wellen, fliegen ein Stück und tauchen später wieder ein. Einige sind auch schon an Deck gesprungen - keine gute Idee.

Warum ich an Bord bin:
Als Künstlerin, aber auch ehemalige Ozeanographin bin ich auf dem Forschungsschiff „Meteor“ und möchte diese Fahrt dazu nutzen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst zu arbeiten.
Die Forschungsfahrt findet im Rahmen des DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) Sonderforschungsbereichs (SFB) 754 „Klima-Biogeochemische Wechselwirkungen im Tropischen Ozean“ statt. Beteiligt sind hauptsächlich Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Und was macht die Kunst ?

Einfach ist es nicht bei der Schaukelei zu arbeiten oder Entwürfe zu machen. Sehfahrer und Seefahrer müssen sich noch einige Zeit anfreunden. Aber wie Udo schon wusste: „Hinterm Horizont geht’s weiter, ein neuer Tag....“



















Es schlaucht hier alles...

























Warum ich an Bord bin:
Als Künstlerin, aber auch ehemalige Ozeanographin bin ich auf dem Forschungsschiff „Meteor“ und möchte diese Fahrt dazu nutzen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst zu arbeiten.
Die Forschungsfahrt findet im Rahmen des DFG (Deutsche Forschungsgesellschaft) Sonderforschungsbereichs (SFB) 754 „Klima-Biogeochemische Wechselwirkungen im Tropischen Ozean“ statt. Beteiligt sind hauptsächlich Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.